Klare Regeln für Drittmittel!


In den letzten Jahren erhalten Hochschulen (auch die Uni Bern) immer mehr Geld von privaten Unternehmen. Solche Unterstützungen sind häufig mit Interessenkonflikten verbunden und könnten dazu führen, dass auf Forschung verzichtet wird, deren Ergebnisse den Sponsern unangenehm sein könnte.  Die Unabhängigkeit der Forschung ist so nicht mehr gewährleistet. Der Zwang, private Drittmittel anzuwerben, setzt zudem die Uni unter Druck, sich auf „rentable“ Studiengänge zu konzentrieren.


Noch stärker zugenommen haben so genannte "öffentliche Drittmittel" bei denen der Bund oder die EU Finanzmittel projektweise vergeben. Auch mit diesem Trend sind gewisse Problematiken verbunden:  Solche Mittel kommen tendenziell einseitig bestimmter Forschung zugute, führen zu finanzieller Unsicherheit und können sich negativ auf die Arbeitsbedingungen des Mittelbaus auswirken.

Die SUB lehnt Drittmittel und Privatfinanzierung nicht grundsätzlich ab, fordert jedoch strenge Regeln – namentlich dürfen keinerlei Interessenkonflikte bestehen. Und für uns ist klar, dass Bildung eine öffentliche Aufgabe bleiben und alle Fächer ausreichend unterstützt werden müssen. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass die Universität Bern weiterhin hauptsächlich durch staatliche Gelder betrieben wird. 

 

Weitere Informationen
Ausführliches Positionspapier zu Drittmitteln des VSS